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Aus dem Stadtarchiv Die Masholderer „Sprunggelder“

8.10.2021

1907 beschließt der Gemeinderat von Masholder eine „Regelung des Sprunggeldes in betreff des Gemeindestieres“. Die bedeutete, dass im Mai und November jeden Jahres das „sprungfähige“ Vieh, Rinder im Alter von 17 bis 18 Monaten, von einer Kommission gezählt wurde. Für jedes „sprungfähige“ Stück Vieh sollte der Besitzer jährlich 2 Mark 50 Pfennig zahlen. Das Vieh, was nicht mehr zur Zucht verwendet und gemästet wurde, war vom „Sprunggeld“ befreit. Verstieß jemand gegen diese Regelung, indem er eine eigentlich für den Markt bestimmte Kuh dennoch zum Stier ließ, musste er 10 Mark Sprunggeld für die Kuh bezahlen. Die Sprunggelder waren somit Gebühren, die die Bauern bezahlen mussten, wenn sie ein Muttertier zur Deckung anstellten.

G. v .Schichau



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