Stadt Bitburg


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Gedenkarbeit in Bitburg: Stadtrat beschließt Stolpersteine und Denkmal

14.3.2017

Wie der Stadtrat in seiner letzten Sitzung beschlossen hat, soll in Bitburg neben der Verlegung von Stolpersteinen zum Gedenken an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger im Bereich „Am Markt“ eine zentrale Gedenkstelle in Form eines Denkmals bzw. einer Stele aufgestellt werden. Mit Vorschlägen für die künstlerische und textliche Gestaltung wurde der Arbeitskreis Gedenken beauftragt.

Bereits im Jahr 2010 hatte die Fraktion der Grünen im Stadtrat einen Antrag auf Verlegung von Stolpersteinen im Stadtrat eingebracht. Auch davor war das Thema bereits mehrfach im Stadtrat diskutiert worden.
Sogenannte „Stolpersteine“ bestehen aus Messing und werden im Bürgersteig vor Häusern verlegt, in denen einst jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger lebten, die hier verstorben sind bzw. die als Opfer des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden. Auf den Steinen sind die Namen der Personen eingraviert. In 1099 Orten Deutschlands und in zwanzig Ländern Europas hat der Künstler Gunter Demnig mittlerweile Stolpersteine verlegt.

Statt eines Beschlusses über den Antrag wurde seinerzeit ein Arbeitskreis „Aufarbeitung der Zeitgeschichte und Gedenken“ eingerichtet, der sich auch mit der Verlegung von Stolpersteinen befassen sollte. Der dann ab 2012 tätige Arbeitskreis schuf mit der Internet-Seite www.bitburg-gedenkt.de eine umfangreiche Plattform, die zahlreiche Informationen und neue Erkenntnisse insbesondere über die Schicksale von Bitburger Juden bietet und quasi ein virtuelles Denkmal darstellt.
Darüber hinaus entwickelte der Arbeitskreis zahlreiche weitere Aktivitäten zur Aufarbeitung der Bitburger Geschichte.

In Bezug auf die Stolpersteine hatten die Mitglieder mehrheitlich das Aufstellen eines Denkmals bzw. einer Gedenk-Stele an zentraler Stelle in Bitburg empfohlen. Gleichwohl sah man auch das Verlegen von Stolpersteinen als sinnvolles Element der Gedenkarbeit.

Nach eingehender Diskussion entschied sich der Stadtrat schließlich mit großer Mehrheit dafür, eine Stele im Bereich „Am Markt“, in dessen Umkreis früher auch zahlreiche jüdische Familien lebten, aufzustellen. Gleichzeitig sollen auch Stolpersteine im Stadtgebiet verlegt werden. Diese werden über Spenden und Patenschaften und nicht über den Stadthaushalt finanziert (Kosten pro Stein: 120 Euro). Mit allen betroffenen Hauseigentümern, vor deren Häusern Stolpersteine verlegt werden sollen, wird vorher seitens der Verwaltung gesprochen werden.
Gleichzeitig beauftragte der Rat den Arbeitskreis damit, Vorschläge für die künstlerische und textliche Gestaltung der Stele zu erarbeiten.



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